Keine Entschädigung.
Keine Anerkennung der Schuld.
Keine Verantwortung.
Deutschland hat nicht gezahlt.
Am 10. Juni 1944 verübten Einheiten der 4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division eines der grausamsten Kriegsverbrechen an der griechischen Zivilbevölkerung während der deutschen Besatzung: das Massaker von Distomo.
Nach einem Gefecht mit Partisanen nahe der Ortschaft Steiri rückte das SS-Panzergrenadierregiment 7 in das nahegelegene Dorf Distomo ein. Der deutsche Kommandeur Fritz Lautenbach befahl eine brutale „Vergeltungsaktion“ gegen die Zivilbevölkerung.
Zunächst wurden zwölf Geiseln erschossen. Danach töteten die SS-Soldaten wahllos alle im Ort anwesenden Menschen. Vom zwei Monate alten Säugling bis zum 86-jährigen Greis. Insgesamt wurden 218 Menschen auf grausamste Weise ermordet. Im Anschluss brannten die Täter große Teile des Ortes nieder. Auf ihrem Rückzug erschossen sie auch noch jene, die ahnungslos ins Dorf zurückkehrten.
Jahrzehntelang schwieg Deutschland über dieses Verbrechen. Erst durch Klagen der Überlebenden und Angehörigen kam Bewegung in die öffentliche Debatte. Aber bis heute:
Keine Entschädigung.
Keine Anerkennung der Schuld.
Keine Verantwortung.
Deutschland hat nicht gezahlt.
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